Keltenmuseum Hochdorf — Fürstengrab & Grabhügel
Das Keltenmuseum Hochdorf/Enz mit rekonstruierter Grabkammer und dem wiederaufgebauten Fürstengrabhügel — archäologischer Tagesausflug aus dem Nordschwarzwald.
Etwa eine Stunde mit dem Auto vom Bollenhut Haus liegt in Eberdingen-Hochdorf eines der bedeutendsten frühkeltischen Fürstengräber Mitteleuropas. 1977 wurde hier, nahe der Enz im Ludwigsburger Land, ein prunkvoller Grabhügel wiederentdeckt — unberührt seit der Hallstattzeit, mit goldenen Beigaben, Bronzelöwen und einem vierrädrigen Wagen. Das Keltenmuseum Hochdorf/Enz erzählt die Ausgrabungsgeschichte und führt in eine originalgetreu rekonstruierte Grabkammer.

Das Museumsgebäude greift die Formen des Grabbaus auf: Über der unterirdischen Kammer spannt sich ein 60 Meter breiter Metallbogen — er markiert die ursprünglichen Abmessungen des Hügels. Im Inneren steht der „Keltenfürst“ auf einer bronzenen Liege, umgeben von den Funden seiner Zeit. Die Originale (außer dem Skelett) liegen im Landesmuseum Württemberg; hier erlebt man die Bestattung am Schauplatz — ruhig, sachlich und eindrücklich, ohne Schwarzwaldkitsch.
Etwa 500 Meter vom Museum entfernt — zehn Minuten zu Fuß über einen Feldweg — ragt der wiederaufgeschüttete Grabhügel wieder aus der Landschaft: 60 Meter Durchmesser, sechs Meter hoch, frei zugänglich. Wer draußen bleiben will, kann den Hügel ohne Museumseintritt umrunden; wer drinnen war, spürt draußen die Dimensionen noch deutlicher. Parkplatz am Museum (Keltenstraße 2, 71735 Eberdingen-Hochdorf); zum Hügel führt ein ausgeschilderter Fußweg, alternativ Parkplatz am Friedhof.
Geöffnet ist das Museum mittwochs bis sonntags sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr (montags und dienstags geschlossen). Für Familien gibt es Mitmachstationen, Rätseltour und Kinoraum — bei Regen ein lohnenswertes Ziel, an sonnigen Tagen lässt sich Museum und Spaziergang zum Hügel gut verbinden. Eintritt, Führungen und Sonderöffnungen können sich ändern — bitte vor dem Besuch auf keltenmuseum.de prüfen.